Preisverleihung des CAST Förderpreises IT-Sicherheit 2018

30.11.2018

Student der TU Darmstadt erhält den ersten Platz in der Kategorie Bachelorarbeiten

Zum 18. Mal wurde gestern der CAST Förderpreis IT-Sicherheit verliehen. Gutachter des CAST e.V. hatten im Vorfeld alle Einreichungen gesichtet und deren Qualität bewertet. Auf dieser Basis wurden insgesamt neun Autorinnen und Autoren für den Finalisten-Workshop nominiert. Unter den Bachelorarbeiten gewann Daniel Günther von der TU Darmstadt. Seine Arbeit ist in der von CRISP-Wissenschaftler Prof. Thomas Schneider geleiteten ENCRYPTO-Ar­beits­grup­pe entstanden.

© Andreas Heinemann

Im Laufe des Vormittags waren die Finalisten geladen, die Ergebnisse ihrer Arbeit der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Teilnehmer hatten hier Gelegenheit die Innovation der einzelnen Arbeiten zu hinterfragen und sich von der Qualität der Beiträge zu überzeugen. Im Anschluss ermittelte eine Jury aus Vertretern der Wirtschaft und Forschung die Preisträger. Am Nachmittag wurden dann die Gewinner verkündet:

In der Kategorie Masterarbeiten setzte sich Michael Klooß vom Karlsruher Institut für Technologie mit seiner Arbeit "On the Efficiency of Non-Interactive Zero-Knowledge Proof Systems" durch. Sog. Zero-Knowledge-Protokolle spielen eine wichtige Rolle in Anwendungen, die zum Ziel haben die Privatsphäre eines Nutzers wahren (privacy preserving applications). So kann damit ein Nutzer gegenüber Dritten die Kenntnis über ein Geheimnis nachweisen, ohne dieses Geheimnis selbst preiszugeben. Herr Klooß konnte in seiner Arbeit die Effizienz eines bekannten Verfahrens deutlich verbessern.

Unter den Bachelorarbeiten gewann Daniel Günther von der ENCRYPTO-Ar­beits­grup­pe der TU Darmstadt mit seiner Arbeit "Valiant’s Universal Circuit - Towards a Modular Construction and Implementation". Diese Arbeit leistet einen Beitrag zum Schutz der Privatsphäre zweier interagierender Parteien mithilfe der sog. Private Function Evaluation (PFE). PFE erlaubt die Berechnung einer Funktion, ohne dass die Eingabeparameter der gegenüberliegenden Partei bekannt sind. Die Funktion selbst ist nur einer Partei bekannt. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden bereits auf der ASIACRYPT 2017, der größten Konferenz für Angewandte Kryptographie, veröffentlicht.

Unter den 9 Finalisten waren vier Arbeiten von Darmstädter Studenten. Die Arbeiten wurden von der TU Darmstadt betreut, eine in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Bildverarbeitung IGD.

Die Platzierungen der Darmstädter Finalisten sind:

Kategorie Masterarbeiten

2. Platz: Dennis Mantz, “InternalBlue - A Bluetooth Experimentation Framework Based on Mobile Device Reverse Engineering”, Betreuer: Prof. Matthias Hollick (TU Darmstadt)

5. Platz: Aidmar Wainakh, “On the Analysis Generation of Synthetic Attacks for Intrusion Detection Systems, Betreuer: Prof. Max Mühlhäuser (TU Darmstadt)

6. Platz: 
Kristiyan Dimitrov, “Exploring Deep Multi-biometric Fusion”, Betreuer: Prof. Arjan Kuijper (TU Darmstadt / Fraunhofer IGD)

Kategorie Bachelorarbeiten

1. Platz: Daniel Günther, “Valiant’s Universal Circuit - Towards a Modular Construction and Implementation”, Betreuer: Ágnes Kiss und Prof. Thomas Schneider (TU Darmstadt)

Alle Finalisten gewinnen für ein Jahr eine kostenlose Teilnahme an den CAST-Workshops. Darüber hinaus sind mit dem CAST-Förderpreis Preisgelder in Höhe von insgesamt 3.700,- verbunden.

Weitere In­for­ma­tio­nen über den CAST Förderpreis

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