Projektstart von HyServ: Hybride Dienst­leis­tun­gen in digitalisierten Kooperationen

06.09.2018

CRISP-Wissenschaftler sind Mitglieder des Projektkonsortiums

Seit dem 1. August 2018 erforschen und entwickeln CRISP-Wissenschaftler Prof. Christian Reuter und Sebastian Linsner, beide CYSEC [at] TU Darmstadt, im Rahmen des Projektkonsortiums „Hybride Dienst­leis­tun­gen in digitalisierten Kooperationen“ (HyServ) innovative Servicekonzepte und Schnittstellen für Anbieter und Nutzer hybrider Dienste, die am Beispiel kooperativer Arbeitsprozesse in der Landwirtschaft erprobt und illustriert werden.  Vor wenigen Tagen fand die Kick-Off-Veranstaltung des Projektes in Kaiserslautern statt.

© DFKI GmbH

Auch bei der kritischen Infrastruktur Ernährungswirtschaft bietet die zunehmende Digitalisierung Chancen, aber auch Risiken. Die informationstechnologische Durchdringung hat Folgen bezüglich der (Cyber-)Angriffs- und Ausfallsicherheit der Landwirtschaft und von ihr abhängigen Sektoren, ob durch unbeabsichtigte Infrastrukturausfälle, im Kontext krimineller Angriffe, aber auch zwischenstaatlicher Konflikte.

Über HyServ
Die zunehmende Digitalisierung technischer Arbeitsmittel fordert in kooperativen Szenarien integrierte hybride (d.h. Datendienste und Maschinenleistung kombinierende) Dienst­leis­tun­gen. Mit Beauftragung und Durchführung hybrider Services müssen detaillierte Vereinbarungen über die bereitzustellenden Daten und über die Verwendung der bei der Dienstleistung erhobenen Messwerte formuliert, automatisiert und dezentral überwacht werden. Neben der Formulierung von Smart Contracts über Bereitstellung und Weiterleitung zweckgebundener betrieblicher Daten sind orchestrierte Micro-Services und Datenquellen mit kryptographisch gesichertem Austausch sowie die Überwachung der vereinbarten Datenflüsse in Blockchain-basierten dezentralen Strukturen zentrale Aufgaben des Projektes. Die Ausarbeitung einer bedienungsfreundlichen Zugangslösung und begleitender Schulungskonzepte für potentielle AnwenderInnen sollen die innovativen Möglichkeiten der hybriden Dienst­leis­tun­gen einer breiten Nutzerschicht zugänglich machen. Durch die Verwendung etablierter Plattform-Tech­no­logien und Service-Architekturen werden sich nachhaltig kommerziell unterstützte Angebote und Open-Source-Referenzimplementierungen realisieren lassen.
Dem Projektkonsortium gehören zwei Forschungspartner, zwei repräsentative landwirtschaftliche Dienstleister-Organisationen, ein Versuchs- und Demonstrationsbetrieb sowie ein Hersteller moderner Landmaschinen an:

  • Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz - DFKI GmbH Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück DLR-RNH
  • TU Darmstadt, mit dem Fachgebiet „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ (PEASEC), Leitung: Prof. Christian Reuter
  • Maschinen- und Betriebshilfsring Rheinhessen-Nahe-Donnersberg e.V. (MBR-Alzey)
  • Maschinenbetriebsring Ulm-Heidenheim e.V., Ulm (MBR-Ulm)
  • Hofgut Neumühle - Lehr- und Versuchsanstalt
  • John Deere GmbH & Co. KG - European Technology Innovation Center

HyServ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von 3 Jahren gefördert.

In diesem Zusammenhang ist erschienen:
Resiliente Digitalisierung der kritischen Infrastruktur Landwirtschaft – mobil, dezentral, ausfallsicher, Reuter et al. (2018) , in: Mensch und Computer 2018: Workshopband, Dachselt/Weber (Hrsg.), S. 623-632, Dresden, Germany.
PDF zum Download

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