Emission statt Transaktion: Weshalb das klassische Datenschutzparadigma nicht mehr funktioniert

AutorTürpe, Sven; Geuter, Jürgen; Poller, Andreas
Datum2017
ArtBook Article, Electronic Publication
AbstraktSind Privatheit, informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz im Internet of Everything überholt? Wir argumentieren, dass der Datenschutz als Werkzeug zum Schutz des Individuums neu ausgestaltet werden muss. In seiner herkömmlichen Form geht er von Datenbanken als Technik- und Organisationsparadigma aus und lässt Betroffene in Transaktionen über Datenobjekte verfügen. Heute prägen jedoch allgegenwärtige vernetzte Systeme und Tech­no­logien wie das maschinelle Lernen die Da­ten­verarbeitung. Die Metapher der Datenemission macht die Folgen greifbar: Jeder sendet fortlaufend Daten aus wie eine Lichtquelle Photonen. Diese Daten verbreiten sich und werden von anderen empfangen und verwendet. Unter diesen Bedingungen müssen die Mittel eines modernen Datenschutzes funktionieren.
ProjektBundesministerium für Bildung und Forschung BMBF/
ReferenzFriedewald, Michael (Ed.) et al.: Informationelle Selbstbestimmung im digitalen Wandel. Wiesbaden: Springer Vieweg, 2017. (DuD-Fachbeiträge), pp. 227-248
Urlhttp://publica.fraunhofer.de/eprints/urn:nbn:de:0011-n-4390325.pdf