Wissenschaftstag Cyber­sicher­heit

„Neues aus der Cyber­sicher­heit“ war das Motto des zweiten Wissenschaftstags, zu dem CRISP am 11. März 2019 die Darmstädter BürgerInnen in die Centralstation einlud. CRISP-Wissen­schaft­lerInnen gaben an diesem Abend wieder Einblicke in ihre spannende Arbeit, beantworten Fragen rund um die Sicherheit unserer Daten und zeigten Demos zum aktuellen Stand der Forschung.

Wie groß das Interesse der BürgerInnen an Sicherheit und Privatheit ist, zeigte der große Andrang – rund 250 junge und alte Gäste nutzen die Gelegenheit, sich über die Darmstädter Cyber­sicher­heits­for­schung zu informieren. Petra Boberg von hr-iNFO moderierte die lockeren und interaktiven Vorträgen, bei denen sich die BürgerInnen aktiv beteiligen konnten.

Timo Koppe von der TU Darmstadt berichtete über Ergebnisse der Studie "der Preis des Kostenlosen". Die Studie zeigt u.a., dass die Privatsphäre für uns sehr wichtig ist, wir daraus aber keine Konsequenzen für unser Nutzungsverhalten ziehen.

Dr. Michael Kreutzer vom Fraunhofer SIT gab den Gästen Stilmittel an die Hand, mit deren Hilfe sie Fake News, also gezielte Desinformation, von schlecht recherchierten Beiträgen abgrenzen können. In einer simultan durchgeführten Online-Befragung konnten die BürgerInnen selbst einschätzen, inwieweit sie die Textelemente identifizieren können.

Wie man Gesichtserkennungsverfahren täuschen kann, verdeutlichte CRISP-Wissenschaftler Florian Kirchbuchner vom Fraunhofer IGD in einer spannenden Live-Demo zu „Face Morphing“ .

Auch die von Henning Steiner von hr iNFO vorgestellte 2. Staffel des Podcast "Cybercrime" stimmte die Gäste nachdenklich, wird hier doch den Fragen nachgegangen, wie sehr Internet-Kriminalität und Cyber-Attacken den sicheren Betrieb von Krankenhäusern stören können und was das für Kliniken und Patienten bedeutet.

Vor und nach den Vorträgen nutzten die BesucherInnen die Gelegenheit, sich von den Wissen­schaft­lerInnen ihre Cyber­sicher­heits-Forschung anhand der zahlreichen Exponate anschaulich erläutern zu lassen.So konnte man sein Wissen über Fake News in einem Quiz testen.

Eine 3D-gedruckte Miniatur von Darmstadt veranschaulichte den Gästen transparent und anschaulich, wie sich bestimmte Maßnahmen auf unsere Stadt auswirken.

Bei einem virtuellen Rundgang durch die Smart City von morgen bekamen die BesucherInnen einen Eindruck, in welchen Bereichen unseres täglichen Lebens die Cyber­sicher­heit bereits Einzug gehalten hat.

Und eine interaktive Weltkarte gab ihnen In­for­ma­tio­nen über die in den einzelnen Ländern genutzten biometrischen Systeme.

Neben den in CRISP mitwirkenden Institutionen präsentierten sich weitere Einrichtungen aus der Darmstädter Cybersecurity-Community, so z.B. der CRISP Gründungs­inkubator StartUpSecure und Digital Hub Cyber­sicher­heit, die Digitalstadt Darmstadt, der CAST e.V. oder auch das zum besten Cybersecurity Start-up 2018 gekürte Darmstädter Unternehmen IT-Seal.

Neben dem Medienpartner hr-iNFO waren die Centralstation sowie die Wissen­schafts­stadt Darmstadt Kooperationspartner der Veranstaltung.

Fotos: Catharina Frank